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Nr. 275 Ministerkonferenz, Wien, 27. Februar 1855 - Retrodigitalisat (PDF)

  • RS.; P. Marherr; VS. Buol-Schauenstein; BdE. und anw. (Buol 27. 2.), Bach (3. 3.), Thun, Krauß, Toggenburg, abw. der Minister der Finanzen (Baumgartner war bereits am 14. 1. 1855 seiner Funktion als Finanzminister enthoben worden, Bruck trat dieses Amt am 10. 3. 1855 an).

KZ. 506

Protokoll der zu Wien am 27. Februar 1855 abgehaltenen Ministerkonferenz unter dem Vorsitze des Ministers des Äußern und des kaiserlichen Hauses Grafen v. Buol-Schauenstein.

I. Unterstützung für die Domherren des Modrusser Domkapitels

Der Kultusminister referierte über die laut seines Vortrags vom 19. d. M., KZ. 551, MCZ. 527 zwischen ihm und dem Finanzministerium obwaltende Meinungsdifferenz in betreff der den Domherrn des Modrusser Domkapitels aus Anlaß ihres Ah. bezeichneten Gesuchs zu gewährenden Unterstützung.

Während der Antrag des Kultusministers dahin geht, den Bittstellern den Zehntenentgang, im ganzen jährlich 2.729 f. 23 und einen halben Kreuzer, vom 1. November 1853 an unter Einstellung des bisherigen Unterstützungsbeitrags von 300 f. jährlich für jeden als Vorschuß aus dem kroatischen Religionsfonds anzuweisen und aus demselben|| S. 44 PDF || Fonds jedem der Domherrn, vom Lektor abwärts, eine Unterstützung jährlicher 300 f. vom Tage der Ah. Entschließung an auf drei Jahre zu bewilligen, beschränkt das Finanzministerium seinen Antrag auf die Anweisung des obgedachten Zehntenentgangs allein.

Nachdem jedoch hiermit der Notlage der Bittsteller nicht abgeholfen wäre, weil sie alsdann gerade ebensoviel als bisher, nur unter einem anderen Titel erhielten, so erklärte der Kultusminister auf seinem Antrage verharren zu sollen, gegen welchen auch von Seite der Konferenz nichts eingewendet wurde1.

A[h]. E. Ich nehme den Inhalt dieses Protokolls zur Kenntnis. Franz Joseph. Wien, den 22. März 1855.